Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) im Werbekonto ist ein Sicherheitsverfahren, bei dem neben dem Passwort ein zweiter Nachweis zur Anmeldung nötig ist, etwa ein Code aus einer App oder per SMS. Sie schützt Google-Ads- und Meta-Werbekonten vor unbefugtem Zugriff. Selbst wenn ein Passwort gestohlen wird, bleibt das Konto ohne den zweiten Faktor gesperrt.

Wie funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung?
Bei der Anmeldung gibt der Nutzer wie gewohnt sein Passwort ein. Anschließend fordert das System einen zweiten Faktor an: einen zeitlich begrenzten Code aus einer Authenticator-App, eine SMS, eine Bestätigung auf dem Smartphone oder einen physischen Sicherheitsschlüssel. Erst nach Eingabe beider Faktoren wird der Zugang gewährt.
Der zweite Faktor stammt aus einer anderen Quelle als das Passwort. Ein Angreifer müsste also gleichzeitig das Passwort kennen und Zugriff auf das Smartphone oder den Schlüssel des Nutzers haben. Diese Kombination erhöht die Sicherheit deutlich gegenüber einem reinen Passwortschutz.
Warum ist 2FA im Werbekonto so wichtig?
Werbekonten sind mit Zahlungsmitteln verknüpft und verwalten teils erhebliche Budgets. Ein kompromittiertes Konto kann für betrügerische Anzeigen missbraucht werden, die Kosten verursachen und den Ruf der Marke schädigen. In vielen Fällen setzt Google eine 2FA für den Zugriff auf Werbekonten voraus.
Gerade Agenturen und Verwaltungskonten mit Zugriff auf mehrere Kundenkonten sind ein attraktives Angriffsziel. Wird ein zentrales Konto übernommen, sind schnell viele nachgelagerte Konten betroffen. 2FA ist daher ein grundlegender Baustein der Kontosicherheit und sollte für alle Nutzer mit Zugriff aktiviert sein.
2FA für Kanzleien und Unternehmen
Für Kanzleien und Unternehmen empfiehlt es sich, 2FA nicht nur für das eigene Konto, sondern für alle Personen mit Kontozugriff verpflichtend zu machen. Authenticator-Apps gelten als sicherer als SMS, da SMS abgefangen werden können. Ergänzend sollten Wiederherstellungscodes an einem sicheren Ort hinterlegt werden.
Beim Wechsel von Mitarbeitenden oder Agenturen ist wichtig, Zugriffsrechte zeitnah anzupassen und nicht mehr benötigte Zugänge zu entfernen. 2FA schützt vor externem Zugriff, ersetzt aber keine saubere Verwaltung der Berechtigungen im Konto.
Typische Fehler bei der Absicherung von Werbekonten
Ein verbreiteter Fehler ist, 2FA nur für das eigene Konto zu aktivieren und Mitarbeitende oder Dienstleister außen vor zu lassen. Angreifer suchen sich das schwächste Glied. Auch das Fehlen gesicherter Wiederherstellungscodes rächt sich, wenn ein Gerät verloren geht. SMS als einzigen zweiten Faktor zu nutzen gilt als weniger sicher als eine App oder ein Sicherheitsschlüssel. Regelmäßige Prüfung, wer Zugriff hat, gehört ebenso zur Absicherung wie die 2FA selbst.