Die Wettbewerbsanalyse (Konkurrenzanalyse) ist die systematische Untersuchung von Mitbewerbern hinsichtlich ihres Angebots, ihrer Positionierung, Preise, Marketingaktivitäten und Sichtbarkeit. Ziel ist es, eigene Stärken und Schwächen im Marktvergleich zu erkennen, Chancen und Lücken zu identifizieren und daraus Entscheidungen für Strategie und Marketing abzuleiten. Im Online-Marketing umfasst sie insbesondere Rankings, Anzeigen, Inhalte und Bewertungen der Konkurrenz.
Wie läuft eine Wettbewerbsanalyse ab?
Am Anfang steht die Auswahl der relevanten Wettbewerber — nicht die größten Namen der Branche, sondern die Anbieter, mit denen man tatsächlich um dieselben Kunden konkurriert. Im lokalen Geschäft sind das oft andere Anbieter im selben Einzugsgebiet, online die Domains, die für die eigenen wichtigen Suchbegriffe ranken oder Anzeigen schalten.
Untersucht werden dann typische Dimensionen: Leistungsangebot und Spezialisierung, Positionierung und Botschaften, Website-Qualität und Nutzerführung, organische Sichtbarkeit und Keywords, geschaltete Anzeigen, Bewertungsprofile sowie Aktivität in sozialen Netzwerken. Werkzeuge wie SEO-Tools, die Google-Suche selbst, Werbebibliotheken der Plattformen und Auktionsdaten aus Google Ads liefern die Datenbasis.
Warum ist die Wettbewerbsanalyse wichtig?
Marketing findet nie im luftleeren Raum statt: Ob eine Botschaft differenziert, ein Preis wettbewerbsfähig oder ein Ranking realistisch ist, zeigt sich erst im Vergleich. Die Wettbewerbsanalyse verhindert, dass Positionierung und USP an der Realität des Marktes vorbei entwickelt werden.
Sie deckt außerdem Lücken auf — Themen, die kein Wettbewerber besetzt, Zielgruppen, die niemand gezielt anspricht, Schwächen in Service oder Kommunikation der Konkurrenz. Solche Lücken sind oft die effizientesten Wachstumschancen, weil sie ohne direkten Verdrängungswettbewerb erschlossen werden können.
Wettbewerbsanalyse für Kanzleien und Unternehmen
Für eine Kanzlei heißt das konkret: Welche Kanzleien ranken im eigenen Einzugsgebiet für die relevanten Rechtsgebiete? Wer schaltet Google Ads auf welche Begriffe? Wie viele Bewertungen mit welchem Schnitt haben die Wettbewerber, und wie spezialisiert treten sie auf? Aus diesen Antworten ergibt sich, wo eine realistische Chance auf Sichtbarkeit besteht und wo der Markt bereits dicht besetzt ist.
Wichtig ist der laufende Charakter: Eine einmalige Analyse veraltet schnell. Sinnvoll ist ein regelmäßiger, schlanker Check der wichtigsten Wettbewerber — etwa quartalsweise — statt einer aufwendigen Einmalstudie, die danach in der Schublade verschwindet.