Ein Sitelink ist eine Anzeigenerweiterung in Google Ads, die unter dem Anzeigentext zusätzliche Links zu ausgewählten Unterseiten der Website einblendet, etwa zu Leistungen, Team oder Kontakt. Sitelinks machen Anzeigen größer und auffälliger, bieten Nutzern direkte Einstiege und verbessern in der Regel die Klickrate. Sie kosten keinen Aufpreis; abgerechnet wird wie üblich pro Klick.
Wie funktionieren Sitelinks?
Sitelinks werden im Google-Ads-Konto als Assets angelegt und auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene zugeordnet. Jeder Sitelink besteht aus einem Linktext und einer eigenen Ziel-URL, optional ergänzt um zwei kurze Beschreibungszeilen. Google entscheidet je nach Auktion, Endgerät und prognostizierter Leistung, ob und wie viele Sitelinks tatsächlich erscheinen, meist zwei bis vier auf Desktop, auf Mobilgeräten oft in scrollbarer Form.
Ein Klick auf einen Sitelink kostet denselben CPC wie ein Klick auf die Hauptanzeige. Die Ausspielung ist nicht garantiert: Anzeigen mit niedrigem Anzeigenrang erhalten seltener Erweiterungen. Sitelinks fließen zudem in die Bewertung der erwarteten Wirkung einer Anzeige ein und können so indirekt den Anzeigenrang verbessern.
Warum sind Sitelinks wichtig?
Sitelinks vergrößern die Anzeige spürbar und verdrängen damit Wettbewerber optisch nach unten. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer ein für sie relevantes Ziel finden: Wer bereits weiß, dass er einen Termin will, klickt direkt auf den Kontakt-Sitelink statt sich durch die Startseite zu arbeiten. In der Praxis steigern gut gepflegte Sitelinks die Klickrate messbar, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen.
Für Google sind Erweiterungen zugleich ein Qualitätssignal: Vollständig gepflegte Assets deuten auf eine relevante, nutzerfreundliche Anzeige hin.
Sitelinks in der Praxis: Beispiele und Fehler
Eine Kanzlei kann unter ihrer Anzeige für Arbeitsrecht etwa Sitelinks zu Abfindung, Kündigungsschutzklage, Team und Kontakt setzen, jeweils mit eigener Zielseite. Wichtig ist, dass jeder Sitelink auf eine andere, thematisch passende URL führt; identische Ziel-URLs lehnt Google ab. Kurze, konkrete Linktexte funktionieren besser als generische Formulierungen wie Mehr erfahren.
Typische Fehler: Sitelinks führen pauschal auf die Startseite, Beschreibungszeilen bleiben leer, oder die Links passen nicht zum Kampagnenthema. Sinnvoll ist außerdem, die Leistung der Sitelinks regelmäßig zu prüfen und schwache Varianten auszutauschen.