PageRank ist ein von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin entwickeltes Verfahren, das die Bedeutung einer Webseite anhand der auf sie verweisenden Links bewertet. Die Grundidee: Ein Link wirkt wie eine Empfehlung, und Empfehlungen von wichtigen Seiten wiegen schwerer als solche von unbedeutenden. PageRank war das Fundament von Googles Erfolg und fließt in weiterentwickelter Form bis heute in das Ranking ein.
Wie funktioniert PageRank?
PageRank modelliert das Web als Netz aus Seiten und Links: Jede Seite vererbt einen Teil ihres eigenen Gewichts über ihre ausgehenden Links an die verlinkten Seiten. Eine Seite ist umso wichtiger, je mehr gewichtige Seiten auf sie verweisen — ein rekursives Prinzip, das sich mathematisch als Wahrscheinlichkeit beschreiben lässt, mit der ein zufällig durchs Web klickender Nutzer auf der Seite landet.
Daraus folgen zwei praktische Effekte: Nicht die Anzahl der Links entscheidet, sondern deren Herkunft — ein einzelner Link von einer starken, thematisch relevanten Seite kann viele schwache Links aufwiegen. Und: Das vererbte Gewicht verteilt sich auf alle ausgehenden Links einer Seite, weshalb ein Link aus einer Seite mit wenigen Verweisen mehr überträgt als einer aus einem Linkverzeichnis mit hunderten. Für dieses weitergegebene Gewicht hat sich der Begriff Linkjuice eingebürgert.
Warum ist PageRank wichtig?
PageRank machte Google groß: Während frühere Suchmaschinen vor allem Seiteninhalte auswerteten und leicht zu manipulieren waren, brachte die Linkbewertung ein externes Qualitätsurteil ins Ranking — das Urteil des restlichen Webs. Dieses Prinzip erklärt, warum Backlinks bis heute zu den stärksten Ranking-Signalen gehören und warum Linkbuilding ein eigenes SEO-Feld ist.
Den öffentlich sichtbaren PageRank-Wert (die frühere Toolbar-Anzeige von 0 bis 10) hat Google vor Jahren abgeschafft; intern wird das Konzept in stark weiterentwickelter Form weiterverwendet. Kennzahlen wie Domain Authority oder Domain Rating sind Nachbildungen kommerzieller Tool-Anbieter — nützliche Näherungen, aber keine Google-Werte.
PageRank in der Praxis
Für den Linkaufbau folgt aus dem PageRank-Prinzip eine klare Priorität: wenige starke, thematisch passende Links statt vieler schwacher. Ein Fachbeitrag in einem etablierten Branchenmedium oder die Erwähnung durch eine Kammer oder Hochschule wirkt stärker als dutzende Verzeichniseinträge.
Auch innerhalb der eigenen Website wirkt das Prinzip: Über die interne Verlinkung lässt sich steuern, welche Seiten das meiste Gewicht erhalten. Wichtige Leistungsseiten sollten deshalb prominent und häufig intern verlinkt sein — etwa aus der Navigation und aus thematisch passenden Ratgeberartikeln —, während verwaiste Seiten ohne interne Links kaum Gewicht erhalten und schwer ranken.