Kontozugriff und Berechtigungen bezeichnen die Verwaltung, wer auf ein Werbekonto zugreifen darf und welche Rechte er dort hat. In Google Ads und Meta lassen sich Nutzern Rollen wie Lesen, Standard oder Administrator zuweisen. So wird gesteuert, wer Kampagnen ansehen, bearbeiten oder das Konto verwalten kann.
Wie funktioniert die Zugriffsverwaltung?
In Google Ads werden Nutzer über die Kontoeinstellungen mit ihrer E-Mail-Adresse eingeladen und erhalten eine Zugriffsebene. Diese reicht von reinem Lesezugriff über E-Mail-Nur-Zugriff bis zu Standard- und Administratorrechten. Nur Administratoren dürfen weitere Nutzer einladen oder Rechte ändern.
Bei Meta läuft die Rechtevergabe über den Business Manager. Dort werden Personen zu einem Werbekonto hinzugefügt und mit Aufgaben wie Analysieren, Werben oder Verwalten ausgestattet. Die Rechte lassen sich pro Konto, Seite oder Asset getrennt festlegen, sodass jeder nur das sieht, was er für seine Aufgabe braucht.
Warum ist eine saubere Rechtevergabe wichtig?
Klar getrennte Berechtigungen erhöhen Sicherheit und Übersicht. Wer nur Berichte lesen muss, braucht keinen Vollzugriff, mit dem er Budgets ändern oder Nutzer entfernen könnte. Nach dem Prinzip der minimalen Rechte erhält jede Person nur die Zugriffe, die sie tatsächlich benötigt.
Fehlende Kontrolle über Zugriffe ist ein häufiges Sicherheitsrisiko. Wechseln Mitarbeitende oder Dienstleister, ohne dass ihre Rechte entzogen werden, bleiben unnötige Zugänge bestehen. Ein regelmäßiger Blick auf die Nutzerliste sollte daher Teil der Kontopflege sein.
Kontozugriff für Kanzleien und Agenturbetreuung
Lässt eine Kanzlei ihre Werbung von einer Agentur betreuen, sollte sie idealerweise selbst Eigentümerin des Werbekontos bleiben und der Agentur Zugriff über deren Verwaltungskonto gewähren. So behält der Auftraggeber die Kontrolle und kann den Zugang bei Bedarf jederzeit entziehen.
Problematisch wird es, wenn Konten auf den Namen einer Agentur laufen und der Kunde keinen eigenen Zugang hat. Bei einem Wechsel kann dann der Zugriff auf Historie und Daten verloren gehen. Von Beginn an geklärte Eigentums- und Zugriffsverhältnisse ersparen später viel Aufwand.
Typische Fehler bei der Rechtevergabe
Häufig wird zu großzügig Vollzugriff vergeben, obwohl Lesezugriff genügen würde. Das erhöht das Risiko versehentlicher oder missbräuchlicher Änderungen. Ein weiterer Fehler ist, ausgeschiedene Mitarbeitende oder frühere Dienstleister nicht zu entfernen, sodass alte Zugänge unbemerkt bestehen bleiben. Ebenso riskant ist es, Zugänge über gemeinsam genutzte Sammel-Logins statt über persönliche Konten zu vergeben, weil sich Aktionen dann nicht mehr einzelnen Personen zuordnen lassen.