Die Kontostruktur beschreibt den Gesamtaufbau eines Google-Ads-Kontos: die Gliederung in Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigen sowie übergreifende Elemente wie gemeinsame Budgets, Ausschlusslisten und Zielgruppen. Eine klare Kontostruktur macht Werbekonten steuerbar, auswertbar und skalierbar. Sie ist die organisatorische Grundlage, auf der alle Optimierungen aufsetzen.
Wie ist ein Google-Ads-Konto aufgebaut?
Ein Google-Ads-Konto folgt einer Hierarchie: Ganz oben stehen Kontoeinstellungen wie Abrechnung, Zeitzone und Nutzerzugriffe. Darunter liegen Kampagnen mit Budget und Gebotsstrategie, dann Anzeigengruppen mit Keywords und Anzeigen. Quer dazu existieren geteilte Elemente — etwa Listen mit auszuschließenden Keywords, Zielgruppensegmente und gemeinsame Budgets, die mehrere Kampagnen nutzen können.
Agenturen und größere Unternehmen bündeln mehrere Konten in einem Verwaltungskonto (MCC). So lassen sich Zugriffe, Rechnungen und kontoübergreifende Auswertungen zentral verwalten, ohne dass Zugangsdaten einzelner Konten geteilt werden müssen.
Warum ist die Kontostruktur wichtig?
Die Struktur entscheidet darüber, wie präzise sich das Konto steuern lässt: Budgets nach Geschäftsbereich, Regionen nach Standort, Gebotsstrategien nach Ziel. Ein sauber gegliedertes Konto zeigt auf einen Blick, welcher Bereich wie viel kostet und was er einbringt — die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen.
Zugleich beeinflusst die Struktur die maschinelle Optimierung: Googles Gebotsautomatik lernt pro Kampagne. Zersplitterte Konten mit vielen Miniaturkampagnen liefern zu wenig Daten pro Lerneinheit, während überfüllte Sammelkampagnen die gezielte Steuerung erschweren. Die Kunst liegt in der richtigen Balance.
Kontostruktur für Kanzleien und Unternehmen
Bewährt hat sich eine Gliederung nach Geschäftsfeldern und Zielen: etwa eine Brand-Kampagne für Suchen nach dem eigenen Namen, je eine Kampagne pro Rechtsgebiet oder Leistung sowie gegebenenfalls separate Kampagnen für unterschiedliche Standorte. Kontoweite Ausschlusslisten verhindern, dass unpassende Suchanfragen in mehreren Kampagnen gleichzeitig Geld kosten.
Wichtig ist auch die organisatorische Ebene: klar geregelte Zugriffsrechte, ein Conversion-Tracking, das zentral gepflegt wird, und eine nachvollziehbare Benennung der Kampagnen. Wer Namen wie „Kampagne 3 Kopie“ vermeidet und stattdessen ein einheitliches Schema nutzt, spart sich später viel Sucharbeit.