Der Keyword-Planer ist ein kostenloses Recherche-Tool innerhalb von Google Ads, das neue Keyword-Ideen liefert und für Suchbegriffe das monatliche Suchvolumen, den Wettbewerb und Gebotsspannen anzeigt. Er dient vor allem der Planung von Suchkampagnen, wird aber auch für die SEO-Keyword-Recherche genutzt. Voraussetzung ist ein Google-Ads-Konto; ohne aktive Kampagnen zeigt das Tool Suchvolumen teils nur in groben Spannen.
Wie funktioniert der Keyword-Planer?
Das Tool bietet zwei Kernfunktionen. Mit Neue Keywords entdecken gibt man Ausgangsbegriffe oder eine Website ein und erhält verwandte Keyword-Vorschläge samt Kennzahlen. Mit Suchvolumen und Prognosen abrufen lädt man eine eigene Keyword-Liste hoch und sieht historische Daten sowie Prognosen zu Klicks und Kosten für geplante Kampagnen.
Zu jedem Keyword zeigt der Planer das durchschnittliche monatliche Suchvolumen, die Entwicklung über die Zeit, eine Wettbewerbseinstufung und die Spanne der Gebote, die andere Werbetreibende für Top-Positionen zahlen. Suchvolumen und Region lassen sich nach Standort, Sprache und Zeitraum filtern, was für lokale Kampagnen entscheidend ist. Ähnliche Begriffe fasst Google dabei teilweise zu einem Wert zusammen.
Warum ist der Keyword-Planer wichtig?
Der Planer beantwortet vor dem Kampagnenstart die Grundfragen: Wonach suchen potenzielle Kunden, wie oft, und was kostet der Wettbewerb? Damit lassen sich Budgets realistisch planen und Nischen mit gutem Verhältnis aus Nachfrage und Klickpreis identifizieren. Da die Daten direkt von Google stammen, gelten sie als verlässliche Ausgangsbasis, auch wenn Volumina gerundet und gruppiert werden.
Auch für SEO ist das Tool nützlich: Es zeigt, welche Formulierungen tatsächlich gesucht werden, und hilft bei der Priorisierung von Inhalten. Wer etwa zwischen zwei Themen für einen Ratgeber wählt, kann die Nachfrage direkt vergleichen.
Keyword-Planer in der Praxis: Grenzen und Tipps
Für eine Kanzlei zeigt der Planer beispielsweise, ob in ihrer Stadt eher nach einem Anwalt für Arbeitsrecht oder nach konkreten Problemen wie einer Kündigung gesucht wird, und was Klicks in diesem Umfeld ungefähr kosten. Solche Daten verhindern, dass Budget in Begriffe ohne Nachfrage fließt.
Die Grenzen: Ohne ausreichende Werbeausgaben zeigt Google Suchvolumen nur in groben Spannen wie 100 bis 1.000. Die Wettbewerbsspalte bezieht sich auf Anzeigenwettbewerb, nicht auf SEO-Schwierigkeit. Und Prognosen bleiben Schätzungen; die tatsächliche Leistung zeigt erst der Suchbegriffe-Bericht nach dem Start. Sinnvoll ist, den Planer mit weiteren Quellen wie der Search Console oder speziellen SEO-Tools zu kombinieren.