Die Interaktionsrate in Google Ads ist der Anteil der Interaktionen an den Impressionen einer Anzeige. Eine Interaktion ist die zum jeweiligen Anzeigenformat passende Hauptaktion — bei Textanzeigen der Klick, bei Videoanzeigen etwa das Ansehen. Die Interaktionsrate verallgemeinert damit die Klickrate auf Formate, bei denen nicht der Klick die maßgebliche Handlung ist.
Wie funktioniert die Interaktionsrate?
Die Interaktionsrate wird berechnet, indem die Zahl der Interaktionen durch die Zahl der Impressionen geteilt wird. Was als Interaktion zählt, hängt vom Format ab: Bei Suchanzeigen ist es der Klick, bei Videoanzeigen ein Video-Ansehen oder eine relevante Aktion, bei anderen Formaten die jeweils definierte Hauptinteraktion.
Weil Google Ads verschiedene Anzeigentypen in einem Konto vereint, schafft die Interaktionsrate eine gemeinsame Kennzahl über Formate hinweg. In reinen Suchkampagnen entspricht sie faktisch der Klickrate. In gemischten Konten mit Video- und Displayformaten erlaubt sie einen formatübergreifenden Vergleich der Ansprache.
Warum ist die Interaktionsrate wichtig?
Die Interaktionsrate zeigt, wie gut eine Anzeige die Nutzer zu der jeweils gewünschten Handlung bewegt. Eine hohe Rate deutet auf relevante, ansprechende Anzeigen und passende Ausrichtung hin, eine niedrige auf Streuverluste oder wenig überzeugende Botschaften. Sie ist damit ein früher Indikator für die Anzeigenqualität.
Allerdings sagt eine Interaktion allein noch nichts über den geschäftlichen Erfolg. Viele Klicks oder Views ohne anschließende Conversion sind wenig wert. Die Interaktionsrate sollte deshalb zusammen mit Conversion-Kennzahlen betrachtet werden, nicht isoliert. Sie beschreibt die Ansprache, nicht das Ergebnis.
Die Interaktionsrate in der Praxis
In der Praxis nutzt man die Interaktionsrate, um Anzeigen, Anzeigengruppen und Ausrichtungen zu vergleichen und Schwachstellen zu erkennen. Fällt die Rate in einer Anzeigengruppe deutlich ab, lohnt ein Blick auf Anzeigentexte, Relevanz der Keywords und Passung von Suchanfrage und Angebot.
Wichtig ist, Formate nicht unbedacht zu vermischen: Eine niedrige Interaktionsrate einer Videokampagne mit der hohen einer Suchkampagne zu vergleichen, führt in die Irre, weil die zugrunde liegenden Handlungen verschieden sind. Sinnvoll ist der Vergleich innerhalb desselben Formats oder als Ergänzung zu Conversion-Metriken.