Ein Favicon ist das kleine Symbol einer Website, das im Browser-Tab, in Lesezeichen, in der Verlaufsliste und teilweise in Suchergebnissen angezeigt wird. Meist handelt es sich um eine vereinfachte Version des Logos oder ein markantes Bildzeichen. Das Favicon wird als Bilddatei im Stammverzeichnis der Website oder per HTML-Verweis hinterlegt und trägt zur Wiedererkennbarkeit der Marke bei.
Wie funktioniert ein Favicon?
Der Browser sucht beim Laden einer Website automatisch nach einer Favicon-Datei — klassisch unter dem Namen favicon.ico im Stammverzeichnis — oder folgt einem expliziten Verweis im HTML-Kopfbereich. Moderne Websites hinterlegen mehrere Größen und Formate: PNG oder SVG für Browser-Tabs, größere Varianten für Lesezeichen auf Smartphone-Startbildschirmen und Kacheln in Betriebssystemen.
Content-Management-Systeme machen die Einrichtung einfach: In WordPress lässt sich das „Website-Icon“ direkt in den Einstellungen hochladen, das System erzeugt die benötigten Größen automatisch. Wichtig ist eine quadratische Ausgangsdatei in ausreichender Auflösung.
Warum ist ein Favicon wichtig?
Das Favicon ist ein kleines, aber wirksames Wiedererkennungsmerkmal. Wer viele Tabs geöffnet hat, findet eine Seite über ihr Symbol schneller wieder; in Lesezeichenlisten und auf dem Smartphone-Startbildschirm ersetzt es faktisch das Logo. Eine Website ohne Favicon zeigt ein generisches Platzhaltersymbol — das wirkt unfertig und unprofessionell.
Auch in der Google-Suche spielt das Favicon inzwischen eine Rolle: In den mobilen und zunehmend auch in den Desktop-Suchergebnissen wird es neben dem Seitennamen angezeigt. Ein klar erkennbares Symbol kann dort die Aufmerksamkeit und damit die Klickrate positiv beeinflussen — gerade für Kanzleien, deren Ergebnisse zwischen vielen ähnlichen Einträgen stehen.
Favicon in der Praxis
Ein gutes Favicon ist radikal reduziert: Bei 16 mal 16 Pixeln im Browser-Tab überleben keine Details, keine Schriftzüge, keine feinen Linien. Bewährt haben sich Initialen, ein einzelnes Bildzeichen oder eine markante Form in den Markenfarben. Der Test ist einfach — das Symbol in Originalgröße neben anderen Tabs betrachten und prüfen, ob es erkennbar bleibt.
Technisch empfiehlt sich heute eine Kombination aus einer klassischen ICO- oder PNG-Datei und einer skalierbaren SVG-Variante, ergänzt um ein Apple-Touch-Icon für iOS-Geräte. Nach dem Austausch eines Favicons kann es dauern, bis Browser und Google das neue Symbol anzeigen — beide cachen Favicons hartnäckig.