CPM steht für Cost per Mille (Tausenderkontaktpreis) und bezeichnet den Preis für 1.000 Anzeigenimpressionen. Anders als beim CPC-Modell zahlt der Werbetreibende hier für Sichtbarkeit, nicht für Klicks. Das CPM-Modell ist typisch für Display-, Video- und Social-Media-Werbung, bei der Reichweite und Markenbekanntheit im Vordergrund stehen. Der CPM dient außerdem als Vergleichskennzahl, um die Kosten verschiedener Werbekanäle einzuordnen.
Wie funktioniert das CPM-Modell?
Beim CPM-Modell wird pro 1.000 Einblendungen der Anzeige abgerechnet — unabhängig davon, ob jemand klickt. Ein CPM von 5,00 € bedeutet: 1.000 Sichtkontakte kosten 5,00 €, 100.000 Einblendungen entsprechend 500,00 €. Eine Variante ist der sichtbare CPM (vCPM), bei dem nur Impressionen zählen, die tatsächlich im sichtbaren Bereich des Bildschirms lagen.
Auch auf Plattformen, die nach anderen Modellen abrechnen, arbeitet die Auslieferung intern häufig auktionsbasiert mit CPM-Logik — etwa bei Meta Ads, wo der CPM als Kennzahl anzeigt, wie teuer die Reichweite in einer Zielgruppe gerade ist. Steigende CPMs signalisieren dort wachsenden Wettbewerb um dieselbe Zielgruppe.
Warum ist der CPM wichtig?
Der CPM ist die Standardkennzahl für Branding- und Reichweitenkampagnen: Wer Markenbekanntheit aufbauen will, bezahlt sinnvollerweise für Sichtkontakte statt für Klicks. Zugleich eignet sich der CPM als Vergleichsmaßstab zwischen Kanälen, Zielgruppen und Zeiträumen — er zeigt, wo Aufmerksamkeit gerade günstig oder teuer ist.
Für Performance-orientierte Werbetreibende ist der CPM eine Frühwarn-Kennzahl: Steigt er deutlich, verteuert sich die gesamte Kampagne, selbst wenn Klickrate und Conversion-Rate stabil bleiben. Ursachen können saisonaler Wettbewerb, zu enge Zielgruppen oder Anzeigenmüdigkeit sein.
CPM oder CPC — was passt wann?
Die Wahl hängt vom Kampagnenziel ab: Für Markenbekanntheit und Reichweite ist CPM das passende Modell, für direkte Reaktionen wie Websitebesuche oder Anfragen eher CPC oder conversionbasierte Abrechnung. In der Praxis kombinieren viele Unternehmen beides — Reichweitenkampagnen machen die Marke bekannt, Performance-Kampagnen ernten die entstandene Nachfrage.
Für Kanzleien und Beratungsunternehmen spielt CPM-basierte Werbung vor allem bei LinkedIn- und Meta-Kampagnen eine Rolle, etwa um Sichtbarkeit in einer klar definierten Zielgruppe aufzubauen, bevor konkrete Anfragen über Suchkampagnen eingesammelt werden.