Eine Brand-Kampagne ist eine Google-Ads-Suchkampagne, die gezielt auf den eigenen Marken- oder Firmennamen als Keyword bietet, etwa den Namen einer Kanzlei oder eines Unternehmens. Sie sichert die oberste Position bei Suchanfragen nach der eigenen Marke, verteidigt diese gegen Wettbewerber und liefert sehr günstige Klicks mit hoher Conversion-Rate, weil die Suchenden das Unternehmen bereits kennen.
Wie funktioniert eine Brand-Kampagne?
Die Kampagne bucht den eigenen Namen und gängige Schreibvarianten als Keywords, meist in genau passender oder passender Wortgruppe, um Streuverluste zu vermeiden. Da die Anzeige perfekt zur Suchanfrage passt, sind Qualitätsfaktor und Klickrate sehr hoch und die Klickpreise entsprechend niedrig, oft im niedrigen Centbereich. Die Anzeigentexte können aktuelle Botschaften, Aktionen oder Sitelinks zu wichtigen Unterseiten transportieren.
Brand-Kampagnen werden strikt von generischen Kampagnen getrennt, weil sich ihre Kennzahlen fundamental unterscheiden: Eine gemischte Auswertung würde die generische Leistung schönen. Üblich ist zudem, in generischen Kampagnen den eigenen Markennamen als negatives Keyword zu hinterlegen, damit Brand-Suchen sauber in der Brand-Kampagne landen.
Warum sind Brand-Kampagnen wichtig?
Der wichtigste Grund ist Verteidigung: Wettbewerber dürfen in Google Ads grundsätzlich auf fremde Markennamen bieten, solange sie den Namen nicht irreführend im Anzeigentext verwenden. Ohne eigene Brand-Kampagne kann über dem eigenen organischen Treffer die Anzeige eines Konkurrenten stehen und Interessenten abfangen. Die eigene Brand-Anzeige sichert die Top-Position zu geringen Kosten.
Dazu kommt Kontrolle: Anzeigen lassen sich schneller anpassen als organische Snippets und erlauben es, Botschaften, Sitelinks und Zielseiten gezielt zu steuern. In der Kombination aus Anzeige und organischem Treffer belegt die Marke mehr Fläche auf der Ergebnisseite.
Brand-Kampagnen für Kanzleien und Unternehmen
Für Kanzleien ist der eigene Name besonders sensibel: Wer nach einer konkreten Kanzlei sucht, wurde oft empfohlen und steht kurz vor der Kontaktaufnahme. Fängt an dieser Stelle ein Wettbewerber den Klick ab, geht ein fast sicheres Mandat verloren. Eine Brand-Kampagne mit kleinem Budget schützt genau diesen Moment.
Kritisch diskutiert wird, ob Brand-Klicks Geld kosten dürfen, obwohl der organische Treffer ohnehin oben steht. Die Antwort hängt vom Wettbewerbsdruck ab: Bietet niemand auf den Namen, kann die Kampagne klein gehalten werden; sobald Konkurrenten mitbieten, rechnet sich die Verteidigung fast immer. Ein Blick in die Auktionsdaten zeigt, wer auf den eigenen Namen bietet.