Auktionsdaten (Auction Insights) sind ein Bericht in Google Ads, der zeigt, welche anderen Werbetreibenden an denselben Anzeigenauktionen teilnehmen und wie sich die eigene Sichtbarkeit im Vergleich entwickelt. Der Bericht nennt Kennzahlen wie den Anteil an möglichen Impressionen, Überschneidungsrate und die Rate der Position oberhalb. Er ist die einzige direkte Wettbewerbssicht innerhalb von Google Ads.
Wie funktioniert der Auktionsdaten-Bericht?
Google wertet aus, welche Konten in denselben Auktionen wie die eigenen Kampagnen mitgeboten haben, und listet diese Wettbewerber mit Vergleichskennzahlen auf. Der Anteil an möglichen Impressionen zeigt, wie präsent jeder Teilnehmer im gemeinsamen Auktionsumfeld ist. Die Überschneidungsrate gibt an, wie häufig die Anzeige eines Wettbewerbers gleichzeitig mit der eigenen erschien, die Rate der Position oberhalb, wie oft er dabei über der eigenen Anzeige stand.
Dazu kommen die Rate für die obere Position (Anteil der Auslieferungen oben auf der Seite) und die Rate für übertroffene Positionierung, die zusammenfasst, wie oft man besser platziert war als der Wettbewerber oder erschien, während dieser es nicht tat. Der Bericht ist auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- und Keyword-Ebene abrufbar und lässt sich zeitlich segmentieren.
Warum sind Auktionsdaten wichtig?
Der Bericht beantwortet Fragen, die sonst nur Spekulation wären: Wer bietet auf dieselben Suchbegriffe? Ist ein neuer Wettbewerber in den Markt eingestiegen? Bietet jemand auf den eigenen Markennamen? Steigende Klickpreise oder sinkende Impression-Share-Werte lassen sich so oft konkret erklären, etwa durch einen Konkurrenten, der sein Budget erhöht hat.
Auktionsdaten sind damit ein strategisches Frühwarnsystem: Sie zeigen Verschiebungen im Wettbewerbsumfeld, bevor sie sich voll in den eigenen Kennzahlen niederschlagen, und liefern Argumente für Budget- und Gebotsentscheidungen.
Auktionsdaten in der Praxis
Eine Kanzlei kann im Bericht etwa erkennen, dass ein überregionales Rechtsportal in ihrem Rechtsgebiet massiv mitbietet und häufig über ihr steht; das erklärt steigende Klickpreise und hilft bei der Entscheidung, ob man die Position verteidigt oder auf spitzere Nischen-Keywords ausweicht. Auch der Blick auf die Brand-Kampagne lohnt: Taucht dort ein Wettbewerber auf, bietet er auf den Kanzleinamen.
Wichtig für die Interpretation: Der Bericht zeigt nur Teilnehmer derselben Auktionen, keine Budgets, Gebote oder Conversion-Zahlen der Konkurrenz. Ein hoher Impression Share eines Wettbewerbers heißt nicht, dass er profitabel wirbt. Die Daten sollten Trends und Auffälligkeiten liefern, nicht zum reflexhaften Hochbieten verleiten.