Eine Anzeigengruppe (Ad Group) ist eine Organisationseinheit innerhalb einer Google-Ads-Kampagne, die thematisch zusammengehörige Keywords und die dazu passenden Anzeigen bündelt. Jede Kampagne enthält eine oder mehrere Anzeigengruppen; jede Anzeigengruppe enthält Keywords und mindestens eine Anzeige. Eine enge thematische Bündelung sorgt dafür, dass Suchanfrage, Anzeigentext und Zielseite gut zusammenpassen — das verbessert Relevanz und Qualitätsfaktor.
Wie funktionieren Anzeigengruppen?
Ein Google-Ads-Konto ist dreistufig aufgebaut: Konto, Kampagne, Anzeigengruppe. Auf Kampagnenebene werden Budget, Netzwerk, Standorte und Gebotsstrategie festgelegt. Die Anzeigengruppe darunter bestimmt, bei welchen Keywords welche Anzeigen erscheinen. Klickt ein Nutzer auf eine Anzeige, gelangt er auf die in der Anzeige hinterlegte Zielseite.
Das Prinzip: Alle Keywords einer Anzeigengruppe sollten so eng zusammengehören, dass ein gemeinsamer Anzeigentext für alle relevant ist. Eine Anzeigengruppe „Kündigungsschutzklage“ enthält also Suchbegriffe rund um genau dieses Thema — nicht zusätzlich Begriffe zu Aufhebungsverträgen oder Abmahnungen, die in eigene Gruppen gehören.
Warum ist die Struktur von Anzeigengruppen wichtig?
Die Granularität der Anzeigengruppen entscheidet maßgeblich über die Relevanz der Anzeigen. Je genauer der Anzeigentext die Suchanfrage aufgreift, desto höher sind Klickrate und Qualitätsfaktor — und desto niedriger fällt tendenziell der Klickpreis aus. Zu breite Anzeigengruppen mit Dutzenden gemischten Keywords führen dagegen zu generischen Anzeigen, die niemanden richtig ansprechen.
Gleichzeitig sollte die Struktur nicht übertrieben kleinteilig werden: Smart Bidding und moderne Anzeigenformate brauchen ausreichend Daten pro Anzeigengruppe, um zuverlässig zu optimieren. In der Praxis hat sich ein Mittelweg etabliert — thematisch klar getrennte Gruppen, ohne jedes einzelne Keyword zu isolieren.
Anzeigengruppen in der Praxis
Eine bewährte Herangehensweise: Leistungen oder Produkte zuerst in Themencluster gliedern, daraus Kampagnen und Anzeigengruppen ableiten und pro Gruppe eine passende Zielseite festlegen. Eine Kanzlei für Arbeitsrecht könnte etwa eine Kampagne „Arbeitsrecht“ mit Anzeigengruppen für Kündigung, Abfindung und Aufhebungsvertrag aufsetzen — jede mit eigenen Keywords, eigenen Anzeigen und einer thematisch passenden Landingpage. Regelmäßige Kontrolle des Suchbegriffe-Berichts zeigt, ob die Zuordnung funktioniert oder ob Suchanfragen in der falschen Gruppe landen.