Anzeigenerweiterungen, in Google Ads inzwischen Assets genannt, sind zusätzliche Informationsbausteine, die eine Suchanzeige ergänzen: etwa Sitelinks, Anrufnummern, Standorte, Zusatzinformationen oder Preise. Sie machen Anzeigen größer und informativer, verbessern in der Regel die Klickrate und kosten keinen Aufpreis. Google entscheidet automatisch, welche Assets in einer Auktion tatsächlich erscheinen.
Welche Anzeigenerweiterungen gibt es?
Zu den wichtigsten Asset-Typen zählen Sitelinks (Links zu Unterseiten), Zusatzinformationen (kurze Vorteilsstichpunkte), Snippet-Erweiterungen (Aufzählungen zu Kategorien wie Leistungen), Anruf-Assets (Telefonnummer direkt in der Anzeige), Standort-Assets (Adresse aus dem Google Business Profile), Preis-Assets, Bild-Assets sowie Lead-Formular-Assets. Je nach Branche kommen weitere Typen hinzu.
Assets werden auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene angelegt. In der Auktion kombiniert Google die Anzeige dynamisch mit den Assets, die die beste Leistung erwarten lassen. Es erscheinen nie alle gleichzeitig; die Auswahl variiert je nach Suchanfrage, Endgerät und Anzeigenrang.
Warum sind Anzeigenerweiterungen wichtig?
Erweiterte Anzeigen belegen mehr Platz auf der Suchergebnisseite und fallen stärker auf. Sie liefern Zusatzinformationen, die die Klickentscheidung erleichtern: Telefonnummer, Standort, konkrete Leistungen oder Preise. Beides zusammen erhöht in der Regel die Klickrate. Da die erwartete Wirkung von Assets in den Anzeigenrang einfließt, können gepflegte Erweiterungen zudem die Auktionsposition verbessern, ohne dass das Gebot steigt.
Mehrkosten entstehen nicht: Klicks auf Assets werden wie normale Anzeigenklicks abgerechnet, bei Anruf-Assets zählt der Anruf wie ein Klick.
Anzeigenerweiterungen für Kanzleien und Unternehmen
Für lokale Dienstleister sind Anruf- und Standort-Assets besonders wertvoll: Ein Mandant in einer akuten Situation ruft direkt aus der Anzeige an, statt erst die Website zu durchsuchen. Sitelinks führen zu einzelnen Rechtsgebieten oder Leistungen, Zusatzinformationen transportieren Vertrauensmerkmale wie Fachanwaltstitel oder kurzfristige Termine, sofern sie zutreffen.
Typische Fehler sind halb gepflegte Konten, in denen nur ein Asset-Typ existiert, generische Texte ohne Bezug zum Kampagnenthema und veraltete Angaben wie alte Telefonnummern. Sinnvoll ist, alle relevanten Asset-Typen zu befüllen, sie thematisch zur Kampagne zu differenzieren und ihre Leistung regelmäßig im Bericht zu prüfen.