Active View ist die Messtechnologie von Google, mit der die Sichtbarkeit von Anzeigen im Display- und YouTube-Netzwerk erfasst wird. Sie erkennt, ob eine ausgelieferte Anzeige tatsächlich im sichtbaren Bereich des Bildschirms war und wie lange. Auf dieser Grundlage weist Google Kennzahlen zur Sichtbarkeit aus und ermöglicht Abrechnungsmodelle, die nur sichtbare Impressionen berechnen.

Wie funktioniert Active View?
Active View misst für jede ausgelieferte Anzeige, ob und wie lange sie die Sichtbarkeitskriterien erfüllt hat — bei Display-Anzeigen üblicherweise mindestens 50 Prozent der Fläche für mindestens eine Sekunde, bei Videoanzeigen für eine längere Mindestdauer. Die Messung erfolgt technisch im Browser oder in der App und meldet an Google zurück, ob die Anzeige im Blickfeld war.
Aus diesen Messungen berechnet Google Kennzahlen wie den Anteil sichtbarer Impressionen, die durchschnittliche sichtbare Dauer und den Anteil der Impressionen, die messbar waren. Nicht jede Impression lässt sich technisch messen; der Anteil messbarer Impressionen zeigt, wie belastbar die Sichtbarkeitsdaten für eine Kampagne sind.
Warum ist Active View wichtig?
Active View liefert die Datengrundlage, um wirksame von wirkungslosen Ausspielungen zu trennen. Ohne diese Messung wüsste man nur, dass eine Anzeige geladen wurde, nicht aber, ob jemand sie sehen konnte. Für Branding- und Reichweitenkampagnen ist das ein entscheidender Unterschied.
Zudem ist Active View die technische Basis für die Abrechnung nach sichtbarem CPM (vCPM), bei der nur sichtbare Impressionen bezahlt werden. Werbetreibende zahlen so nicht für Anzeigen, die außerhalb des Blickfelds blieben, was die Budgeteffizienz im Display- und Videobereich verbessert.
Active View in der Praxis
In der Praxis nutzt man die Active-View-Kennzahlen, um Platzierungen und Umfelder zu bewerten. Ein niedriger Anteil sichtbarer Impressionen weist auf schlechte Werbeplätze hin — etwa Anzeigen tief unten auf langen Seiten. Solche Platzierungen lassen sich gezielt ausschließen, um Budget auf sichtbare Umfelder zu lenken.
Für Unternehmen und Kanzleien, die neben Suchkampagnen auch Display- oder YouTube-Werbung für Bekanntheit einsetzen, sind Active-View-Daten ein wichtiges Qualitätssignal. Sie helfen zu beurteilen, ob eine Reichweitenkampagne ihr Publikum tatsächlich erreicht oder ob viel Budget in unsichtbaren Ausspielungen versickert.