Radius-Targeting (auch Umkreis-Targeting) ist eine Standortausrichtung in Google Ads, bei der Anzeigen innerhalb eines festgelegten Umkreises um einen Punkt ausgeliefert werden. Der Werbetreibende definiert eine Adresse oder Koordinate und einen Radius, etwa 10 Kilometer. Anzeigen erscheinen dann bevorzugt für Nutzer in diesem Gebiet — ideal für lokal tätige Unternehmen mit klarem Einzugsgebiet.

Wie funktioniert Radius-Targeting?
Statt Regionen über Städte oder Postleitzahlen abzugrenzen, wird beim Radius-Targeting ein Kreis um einen Mittelpunkt gezogen — meist den Unternehmensstandort. Alle Nutzer innerhalb dieses Umkreises kommen für die Anzeigenauslieferung in Frage. Der Radius lässt sich je nach Einzugsgebiet frei wählen, von wenigen Kilometern bis zu größeren Distanzen.
Google bestimmt den Standort eines Nutzers unter anderem über Geräteinformationen und Suchsignale. Wichtig ist die Einstellung, ob nur Personen im Zielgebiet oder auch Personen mit Interesse am Zielgebiet angesprochen werden. Letztere Option kann die Reichweite erweitern, aber auch Streuung erzeugen, wenn jemand von außerhalb nach dem Gebiet sucht.
Warum ist Radius-Targeting wichtig?
Für lokal tätige Unternehmen verhindert Radius-Targeting, dass Budget an Klicks aus Regionen verloren geht, die gar nicht bedient werden. Eine Kanzlei mit regionalem Mandantenkreis erreicht so gezielt Menschen in erreichbarer Nähe, statt deutschlandweit zu streuen.
Der Umkreisansatz ist oft präziser als eine Ausrichtung auf Verwaltungsgrenzen, weil das reale Einzugsgebiet selten deckungsgleich mit Stadt- oder Kreisgrenzen ist. Ein Radius bildet die tatsächliche Erreichbarkeit — etwa eine bestimmte Fahrzeit — meist realistischer ab.
Radius-Targeting in der Praxis
In der Praxis lohnt es sich, den Radius an das echte Einzugsgebiet und die Wettbewerbssituation anzupassen. In dicht besiedelten Gebieten reicht oft ein kleiner Umkreis, während ländliche Standorte einen größeren Radius brauchen, um genug Suchvolumen abzudecken. Standortberichte zeigen, aus welchen Bereichen Klicks und Conversions kommen.
Entscheidend ist die richtige Standortoption: In der Regel sollte man auf Nutzer abzielen, die sich tatsächlich im Zielgebiet befinden, nicht auf alle, die irgendwie danach suchen. So bleibt die Ausrichtung sauber. Ergänzend können Gebotsanpassungen den innersten, wertvollsten Umkreis stärker gewichten.