Die N-Gramm-Analyse ist eine Auswertungsmethode für Suchbegriffe in Google Ads, bei der Suchanfragen in einzelne Wörter oder Wortgruppen (N-Gramme) zerlegt werden. Statt jeden Suchbegriff einzeln zu betrachten, analysiert man wiederkehrende Wörter über viele Anfragen hinweg. So lassen sich Muster erkennen, etwa welche einzelnen Begriffe systematisch teuer sind oder nicht konvertieren.

Wie funktioniert die N-Gramm-Analyse?
Ein N-Gramm ist eine Folge von N aufeinanderfolgenden Wörtern: Ein Unigramm ist ein einzelnes Wort, ein Bigramm eine Zweiwortkombination, ein Trigramm eine Dreiwortkombination. Für die Analyse exportiert man den Suchbegriffbericht und zerlegt jede Anfrage in ihre N-Gramme. Anschließend werden Kennzahlen wie Klicks, Kosten und Conversions je N-Gramm über alle Suchbegriffe hinweg aufsummiert.
So wird sichtbar, welche einzelnen Wörter oder Wortgruppen über viele verschiedene Suchanfragen hinweg auffällig viel Budget verbrauchen, ohne zu konvertieren — Muster, die in der Einzelbetrachtung untergehen, weil jede konkrete Anfrage für sich zu wenig Daten liefert. Die Auswertung erfolgt meist in einer Tabellenkalkulation oder per Skript.
Warum ist die N-Gramm-Analyse wichtig?
In großen Konten gibt es oft tausende einzelner Suchbegriffe, von denen viele nur wenige Male ausgelöst werden. Einzeln betrachtet liefern sie zu wenig Daten für eine Entscheidung. Die N-Gramm-Analyse bündelt diese verstreuten Signale und macht so systematische Muster erkennbar, etwa ein häufig mitgesuchtes Wort wie „kostenlos“ oder „Job“, das gebündelt für hohe Kosten ohne Ertrag sorgt.
Das Ergebnis ist eine fundierte Grundlage für negative Keywords. Statt einzelne Suchbegriffe mühsam nacheinander auszuschließen, lassen sich ganze Problemwörter identifizieren, deren Ausschluss viele unrentable Anfragen auf einmal abfängt. Das spart Budget und schärft die Ausrichtung.
N-Gramm-Analyse in der Praxis
In der Praxis läuft die Analyse über den Suchbegriffbericht eines längeren Zeitraums, damit genug Daten zusammenkommen. Auffällige N-Gramme mit hohen Kosten und null oder wenig Conversions sind Kandidaten für negative Keywords; N-Gramme mit guter Leistung können umgekehrt Anregungen für neue Keywords oder Anzeigengruppen liefern.
Für Kanzleien sind typische Ausschlusskandidaten Wörter, die auf Ausbildungssuche, Jobsuche oder kostenlose Angebote hindeuten. Ein einzelnes Problemwort, das quer über viele Suchanfragen auftaucht, lässt sich per N-Gramm-Analyse schnell aufspüren und gezielt ausschließen, ohne die eigentlichen Zielbegriffe zu beschädigen.