Der Leistungsplaner (englisch Performance Planner) ist ein Prognosewerkzeug in Google Ads, das voraussichtliche Ergebnisse von Kampagnen bei verschiedenen Budgets und Zielwerten simuliert. Auf Basis historischer Daten und Auktionssignale schätzt er, wie sich Klicks, Conversions und Kosten bei geänderten Einstellungen entwickeln könnten, und schlägt eine Budgetverteilung vor.

Wie funktioniert der Leistungsplaner?
Der Leistungsplaner erstellt Prognosen, indem er historische Leistungsdaten der Kampagnen mit aktuellen Auktions- und Trenddaten kombiniert. Als Ergebnis zeigt er eine Kurve, die für unterschiedliche Ausgabenniveaus die zu erwartenden Conversions oder den Conversion-Wert darstellt, und markiert budgetseitig günstige Punkte.
Nutzer können Szenarien durchspielen: ein bestimmtes Gesamtbudget vorgeben, einen Ziel-CPA oder Ziel-ROAS testen oder die Verteilung über mehrere Kampagnen optimieren lassen. Die Prognosen sind Schätzungen, keine Garantien, und beruhen auf der Annahme, dass sich Markt und Kampagnen ähnlich wie bisher verhalten.
Warum ist der Leistungsplaner wichtig?
Budgetentscheidungen sind ohne Prognose oft Bauchgefühl. Der Leistungsplaner liefert eine datenbasierte Grundlage, um abzuschätzen, was zusätzliche Ausgaben ungefähr bringen könnten und ab welchem Punkt der Grenznutzen abnimmt. Das hilft, Budgets zwischen Kampagnen sinnvoll zu verteilen.
Für die Planung mit Mandanten oder in der internen Abstimmung schafft das Werkzeug Argumente: Es zeigt Zusammenhänge zwischen Budget, Zielwerten und erwarteten Ergebnissen. Wichtig bleibt, die Prognosen als Näherung zu behandeln und nicht als feste Zusage, da reale Ergebnisse von vielen Faktoren abhängen.
Der Leistungsplaner in der Praxis
In der Praxis nutzt man den Leistungsplaner etwa zur monatlichen oder quartalsweisen Budgetplanung und zur Prüfung, ob eine Budgeterhöhung voraussichtlich effizient bleibt. Die vorgeschlagene Umverteilung zwischen Kampagnen kann Hinweise geben, wird aber selten unverändert übernommen.
Zu beachten ist, dass der Planer verlässlichere Prognosen liefert, wenn die Kampagnen ausreichend Historie und stabile Einstellungen haben. Bei neuen Kampagnen, starken Saisonschwankungen oder häufigen Änderungen sind die Schätzungen unsicherer und sollten entsprechend vorsichtig interpretiert werden.