Die Anzeigenposition bezeichnet den Rang, an dem eine Anzeige innerhalb der Google-Suchergebnisse ausgeliefert wird — also ob sie ganz oben, weiter unten oder erst auf einer Folgeseite erscheint. Sie ergibt sich aus dem Anzeigenrang, der Gebot und Qualitätsfaktor kombiniert. Google weist die Position nicht mehr als absolute Zahl aus, sondern über Kennzahlen wie den Anteil an oberer und oberster Position.

Wie wird die Anzeigenposition bestimmt?
Die Position einer Anzeige wird bei jeder Suchanfrage neu in der Anzeigenauktion errechnet. Ausschlaggebend ist der Anzeigenrang, in den vor allem das Gebot, der Qualitätsfaktor (also erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung der Landingpage) sowie der Kontext der Anfrage einfließen. Eine höhere Position ist damit nicht allein eine Frage des Budgets, sondern auch der Anzeigenqualität.
Google hat die früher übliche Kennzahl „durchschnittliche Position“ abgeschafft. Stattdessen misst der Anteil an oberer Position (Anzeige über den organischen Ergebnissen) und der Anteil an oberster Position (die allererste Anzeige) präziser, wo eine Anzeige tatsächlich erschienen ist. Diese Werte sind aussagekräftiger, weil eine niedrige Positionszahl früher nicht zwingend bedeutete, dass die Anzeige weit oben stand.
Warum ist die Anzeigenposition wichtig?
Anzeigen in oberen Positionen werden häufiger gesehen und geklickt, weil sie direkt im Sichtfeld der Nutzer liegen. Gerade auf Mobilgeräten entscheidet die Position stark über die Sichtbarkeit, da nur wenige Ergebnisse ohne Scrollen sichtbar sind. Eine bessere Position kann so die Klickrate erhöhen — allerdings zu meist höheren Klickpreisen.
Für Kanzleien und beratende Unternehmen ist die oberste Position bei stark umkämpften Begriffen wie „Anwalt Arbeitsrecht“ oft teuer. Häufig lohnt es sich, statt um jeden Preis Platz eins anzustreben, gezielt auf Anzeigenqualität und relevante Landingpages zu setzen, um dieselbe Sichtbarkeit günstiger zu erreichen.
Anzeigenposition in der Praxis
In der Praxis steuern Werbetreibende die Position indirekt über Gebotsstrategien und Qualität, nicht über einen festen Positionsregler. Wer konsequent obere Plätze will, kann Ziel-Impression-Share-Strategien nutzen, die Gebote so anpassen, dass ein gewünschter Anteil an oberer oder oberster Position erreicht wird.
Sinnvoll ist es, Position immer zusammen mit Kosten und Conversion-Zahlen zu betrachten. Die oberste Position bringt wenig, wenn die Klicks zu teuer werden oder nicht zu Anfragen führen. Ein mittlerer Rang mit hoher Anzeigenrelevanz und guter Conversion-Rate ist oft wirtschaftlicher als ein erkaufter Spitzenplatz.