„Wie viel sollten wir für Marketing ausgeben?“ – die Frage ist verständlich, aber falsch herum gestellt. Die richtige Reihenfolge: Was ist ein Mandat wert, wie viele zusätzliche Mandate wollen und können Sie bearbeiten – und erst daraus: Was darf das kosten? Budget ist eine Ableitung, keine Setzung.
Die Herleitung in drei Schritten
- Mandatswert bestimmen: durchschnittlicher Deckungsbeitrag pro Mandat je Rechtsgebiet – inklusive Folgemandaten und Empfehlungswert
- Zielmenge festlegen: Wie viele zusätzliche Mandate pro Monat sind gewollt und personell leistbar? Marketing über der Kapazität produziert nur Absagen
- Zulässige Kosten pro Mandat definieren: ein Bruchteil des Deckungsbeitrags – daraus ergibt sich das Monatsbudget als Zielmenge × zulässige Kosten
Die Verteilung: Fundament vor Verstärkung
Bewährte Aufteilung für den Aufbau: ein fester Sockel für Grundlagen und laufende Sichtbarkeit – Website, SEO, Content, Betreuung –, dazu variabel das Ads-Budget als Verstärker. Der Sockel wirkt kumulativ und wird mit der Zeit effizienter; Ads skalieren schnell, hören aber mit der Zahlung auf zu wirken. Wer nur Ads bucht, mietet; wer nur Sockel baut, wartet – die Mischung trägt.
Die drei häufigsten Fehlplanungen
- Stop-and-Go: drei Monate investieren, pausieren, wundern – Sichtbarkeit braucht Kontinuität, jede Pause verschenkt Aufgebautes
- Budget ohne Messung: Wer Kosten pro Mandat nicht kennt, kann weder kürzen noch erhöhen – nur raten
- Verzetteln: fünf Kanäle mit Kleinstbeträgen statt zwei Kanäle wirksam – unter der Wirkschwelle ist jedes Budget zu groß
Fazit
Das richtige Budget ist das Ergebnis einer Rechnung, nicht einer Schätzung: Mandatswert, Zielmenge, zulässige Kosten – und dann Kontinuität statt Stop-and-Go.
- Budget aus Mandatswert und Kapazität herleiten
- Fester Sockel plus variables Ads-Budget
- Monatlich an Kosten pro Mandat kalibrieren
Tiefer einsteigen
Dieser Artikel ist Teil unseres Ratgebers. Den großen Zusammenhang – mit allen Zahlen, Vergleichen und dem kompletten Fahrplan – finden Sie im Leitfaden:
Titelbild: KI generiertes Bildmaterial.




