Das am häufigsten vernachlässigte Marketing-Instrument – und warum es für lokal arbeitende Kanzleien entscheidend ist.
In über 60 kostenlosen Listing-Scans, die OMmatic in den vergangenen Monaten für Kanzleien durchgeführt hat, war das Ergebnis fast immer das gleiche: unterschiedliche Adressen auf verschiedenen Portalen, veraltete Telefonnummern, unvollständige Google Business Profile-Einträge und keine Bewertungsstrategie. Das wirkt harmlos. Für Google ist es ein klares Signal, das die lokale Sichtbarkeit messbar reduziert.
Warum Google Business Profile mehr ist als ein Online-Verzeichnis
Das Google Business Profile ist in der lokalen Suche oft der erste Berührungspunkt zwischen einer Kanzlei und einem potenziellen Mandanten – noch vor der eigenen Website. Bei der Suche nach „Anwalt Mietrecht Hamburg“ erscheint als erstes das Maps-Ergebnis mit den drei Google-Listings. Wer dort nicht erscheint oder dort mit schlechten Daten erscheint, verliert Mandate, die nie auf der eigenen Website ankommen.
Die typischen Probleme im Kanzlei-Listing
Mehrere Einträge mit ähnlichem Namen: Entsteht häufig, wenn eine Kanzlei mehrfach angelegt wurde oder einen Umzug hatte. Google zeigt alle Einträge – mit geteilten Bewertungen und verwirrender Darstellung.
Inkonsistente NAP-Daten: Name, Adresse und Telefonnummer weichen auf verschiedenen Portalen ab. Das reduziert das Google-Vertrauen in die Daten und damit die lokale Sichtbarkeit.
Unkategorisiertes Profil: Kanzleien, die als allgemeine „Rechtsanwaltskanzlei“ kategorisiert sind, rangieren in spezifischen Rechtsgebiets-Suchanfragen schlechter als solche mit spezifischen Kategorien.
Keine oder wenige Bewertungen: Google bevorzugt Kanzleien mit höherer Bewertungszahl und besserem Durchschnitt – sofern die Bewertungen authentisch sind.
Google Business Profile optimieren: Schritt für Schritt
Schritt 1: Alle bestehenden Einträge konsolidieren. Doppelte Einträge zusammenführen oder löschen. Schritt 2: NAP-Daten auf allen Portalen vereinheitlichen. Schritt 3: Google Business Profile vollständig ausfüllen: aktuelle Öffnungszeiten, spezifische Rechtsgebiets-Kategorien, Kurzbeschreibung mit lokalen Keywords, Fotos. Schritt 4: Bewertungsmanagement einrichten. Schritt 5: Regelmäßige Aktualisierung des Profils, insbesondere bei Änderungen von Ansprechpartnern, Öffnungszeiten oder Schwerpunkten.
Fazit: Local SEO beginnt mit sauberen Daten
Kanzleien, die ihre lokale Online-Präsenz in Ordnung bringen, erzielen häufig schnell messbare Ergebnisse – ohne Werbebudget. Der OMmatic-Listing-Scan ist der erste Schritt: kostenlos, konkret und ohne versteckte Absichten.





