Bevor ein Mandant anruft, liest er Bewertungen – Ihre und die der Kanzlei drei Treffer weiter. Sterne sind im Rechtsmarkt die digitale Form des Leumunds: Sie beeinflussen das lokale Ranking, die Klickrate und die Entscheidung selbst. Trotzdem überlassen die meisten Kanzleien ihre Bewertungen dem Zufall.
Der Aufbau: bitten, aber richtig
Der wirksamste Moment ist der erfolgreiche Abschluss: Der Mandant ist erleichtert, dankbar und noch im Kontakt. Eine kurze, persönliche Bitte – im Gespräch oder per Mail mit direktem Bewertungslink – erreicht dann Rücklaufquoten, von denen jede spätere Kampagne nur träumt. Wichtig: um ehrliches Feedback bitten, nicht um fünf Sterne.
Antworten gehört dazu – auf jede Bewertung
- Positive Bewertungen: kurz, persönlich, dankbar – zeigt künftigen Mandanten, dass hier Menschen arbeiten
- Kritische Bewertungen: sachlich, lösungsorientiert, niemals rechthaberisch – Mitleser bewerten Ihre Reaktion, nicht den Kritiker
- Verschwiegenheit wahren: nie bestätigen, dass jemand Mandant war, keine Falldetails – auch nicht zur Verteidigung
Umgang mit unfairen und falschen Bewertungen
Bewertungen ohne Mandatskontakt, mit falschen Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik können Sie bei Google melden und bei Bedarf rechtlich entfernen lassen – die Erfolgsquoten sind besser als ihr Ruf, verlangen aber saubere Dokumentation. Parallel gilt: Der beste Schutz gegen einzelne Ausreißer ist ein stetiger Strom echter, positiver Bewertungen.
Fazit
Bewertungen sind kein Schicksal, sondern ein Prozess: systematisch erbeten, professionell beantwortet, konsequent geschützt.
- Bewertungsbitte fest in den Mandatsabschluss einbauen
- Jede Rezension beantworten – Verschwiegenheit wahren
- Falsche Bewertungen dokumentieren und melden
Tiefer einsteigen
Dieser Artikel ist Teil unseres Ratgebers. Den großen Zusammenhang – mit allen Zahlen, Vergleichen und dem kompletten Fahrplan – finden Sie im Leitfaden:
Titelbild: KI generiertes Bildmaterial.





